- Weltcup 2026
Zum Abschluss des Weltcup-Wochenendes in Ruhpolding ergibt sich ein sportlich intensives und emotionales Fazit – geprägt von hochklassigem Biathlon, großer Kulisse und wichtigen Weichenstellungen mit Blick auf die Olympischen Spiele.
In der Chiemgau Arena herrschten an allen Tagen beste Bedingungen: viel Sonne, stabile Strecken und eine stimmungsvolle Heimkulisse, die die Athletinnen und Athleten spürbar trug. Bereits die Staffeln zum Auftakt machten deutlich, wie eng die Leistungsdichte derzeit ist. Die deutschen Damen präsentierten sich geschlossen und selbstbewusst, bei den Herren blieb das erhoffte Podium zwar aus, doch die Rennen zeigten, dass Anschluss an die Spitze besteht.
In den Sprints rückten anschließend die Einzelambitionen in den Fokus. Bei den Frauen setzte Franziska Preuß mit einem starken Auftritt ein Ausrufezeichen, während Selina Grotian unter großem Druck ein wichtiges Ergebnis erzielte. Ihr Weg zur Olympianorm bestimmte das Wochenende maßgeblich – und sollte im weiteren Verlauf noch entscheidend werden. Bei den Männern bestätigte Philipp Nawrath seine Rolle als Leistungsträger, während sich im breiten Feld viele Nationen Hoffnungen auf Spitzenplätze machen konnten.
Die Verfolgungsrennen am Sonntag bildeten schließlich den emotionalen Höhepunkt. Bei den Damen entwickelte sich ein hochspannender Wettkampf an der Spitze, während Selina Grotian mit Platz 13 ihr großes Ziel erreichte und sich endgültig das Ticket für Antholz sicherte. Auch bei den Herren blieb das Rennen bis zuletzt offen, geprägt von Positionskämpfen, Führungswechseln und einer beeindruckenden Atmosphäre vor vollen Rängen.
Unterm Strich bot der Biathlon-Weltcup in Ruhpolding genau das, was die Chiemgau Arena auszeichnet: erstklassigen Sport, mitreißende Stimmung und Entscheidungen mit Tragweite. Für viele Athletinnen und Athleten war es mehr als nur ein Weltcup – es war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu den Olympischen Spielen.

