Wettkampftypen

Egal ob Einzel, Verfolgung oder Massenstart. Jede Wettkampfart im Biathlon hat ihren Reiz.

Wo genau die Unterschiede und Gemeinsamkeiten liegen erfahren Sie hier.

Einzelwettkampf

Der Einzelwettkampf hat die längste Tradition im Biathlonsport. Dem Schießen kommt eine größere Bedeutung zu, als in anderen Disziplinen.

Streckenlänge Männer: 20 km
Streckenlänge Frauen: 15 km
Strafzeit: Eine Minute pro Fehlschuss, die jedem Wettkämpfer sofort zugeschlagen wird
Dauer: ca. 55 Minuten für die besten Wettkämpfer
Liegend / stehend / liegend / stehend

 

Ungeübten Zuschauern fällt es schwer zu erfassen, welcher Athlet gerade in Führung ist, da der Einzel ein Wettkampf gegen die Zeit ist. Darum sind auch die zu durchlaufenden Strecken länger, als bei anderen Disziplinen. Für alle Wettkämpferklassen gibt es 4 Schießeinlagen.

Insgesamt 5 Runden mit jeweils 3 km (Frauen) bzw. 4 km (Männer) Streckenlänge. Zwischen jedem Teilstück muss eine Schießeinlage bewältigt werden

Sprintwettkampf

Der Sprintwettkampf ist dem Einzelwettkampf am ähnlichsten. Allerdings ist die Strecke deutlich kürzer. Die Laufgeschwindigkeit ist bedeutsamer als das Schießen, da ein Fehlschuss mit 150 Extrameter (Strafrunde) bestraft wird. Bei nur drei Runden ist es schwer, die verlorenen Sekunden wieder wettzumachen.

  • Strafrunde von 150m in 21 bis 26 Sekunden durchlaufbar
  • Zwei Schießeinlagen für alle Wettkampfklassen (liegend/stehend)

 

Dauer: Ca. 26 Minuten
Frauen: drei Schleifen von jeweils 2,5 km
Männer: Drei Schleifen von 3,4 und 3 km oder Dreimal 3,3 km

Verfolgungswettkampf

Die Startberechtigung sowie die Startreihenfolge basiert meist auf den Ergebnissen des zuvor stattgefundenen Sprintwettkampfes, manchmal auch auf denen des Einzelwettkampfes. Die Zuschauer wissen während des Wettkampfes immer genau, welcher Athlet in Führung ist und können selbst beim Zielsprint live mitfiebern. Auch der psychologische Aspekt der Verfolgung des voran laufenden Athleten spielt eine erhebliche Rolle.

  • Bei Weltcupverfolgungswettkämpfen: 60 Athleten
  • Sieger des Qualifikationswettkampfes (Sprint oder Einzelwettkampf) startet als Erster
  • Vier Schießeinlagen: liegend – liegend – stehend – stehend
  • Überrundete Wettkämpfer müssen sich sofort aus dem Wettkampf zurück ziehen
  • Sieger ist derjenige, der als erster die Ziellinie überquert*
*Voraussetzung: Es wurden keine Zeitstrafen verhängt oder Ausgleiche gewährt.
Massenstartwettkampf

Mit dem gleichzeitigen Start aller Wettkämpfer bietet der Massenstartwettkampf den Zuschauern die ultimative Spannung. Da für jeden Wettkämpfer aufgrund des gleichzeitigen Starts zur fast gleichen Zeit eine Bahn am Schießstand zur Verfügung stehen muss, ist die Zahl der Teilnehmer auf 30 begrenzt.

  • Vier Schießeinlagen: liegend – liegend – stehend – stehend
  • Erste Schießeinlage: Athleten schießen entsprechend ihrer Startnummer
  • Ab der zweiten Schießeinlage: Athleten schießen entsprechend der Reihenfolge des Eintreffens am Schießstand auf den freien Schießbahnen von rechts beginnend

 

Die Teilnahme am Massenstart basiert auf den Topergebnissen in der Gesamtwertung des laufenden Weltcups.

Staffelwettkampf

Der Start für die ersten Staffelmitglieder erfolgt gleichzeitig. Der Staffelwettkampf ist sehr spannend, da man immer weiß, wer in Führung liegt.

  • Vier Staffelmitglieder laufen jeweils 7,5 km (Männer) bzw. 6 km (Frauen)
  • Jeweils zwei Schießeinlagen (liegend/stehend)
  • Nach Vollendung der dritten Runde übergibt der Athlet an den nächsten Läufer seiner Nation.
  • Das letzte Staffelmitglied läuft ins Ziel
  • Sieger ist die Mannschaft, die als erstes die Ziellinie überquert*
*Voraussetzung: keine Zeitstrafen

 

Beim Staffelwettkampf versuchen die Athleten meist schnell zu schießen, um dann, wenn alle Scheiben getroffen wurden, sofort wieder auf die Strecke gehen zu können.

  • Jeder Wettkämpfer führt 3 Schuss Ersatzmunition mit sich
  • Ersatzmunition muss einzeln von Hand eingesetzt werden, wenn nicht alle Scheiben getroffen werden
  • Bei Zeitdruck ist das Nachladen schwierig und langwierig

 

Die Teilnahme am Staffelwettkampf wird durch die Wettkampfregeln festgelegt und auf Grundlage der Staffelwertung im Weltcup bestimmt, bei gewissen Wettkämpfen mittels Auslosung. Bei den Weltcupveranstaltungen weisen die Startnummern auch auf den aktuellen Stand in der Weltcupstaffelwertung hin.

  • Startnummer bestimmt Startspurt und Schießbahnnummer
  • Ab der zweiten Schießeinlage benutzen die Staffelläufer die freien Schießbahnen von rechts an, nach der aktuellen Reihenfolge des Eintreffens am Schießstand
  • Mitglieder einer Staffel haben farblich gekennzeichnete Startnummern:
    • 1. Läufer: rot
    • 2. Läufer: grün
    • 3. Läufer: gelb
    • 4. Läufer: blau
Gemischter Staffelwettkampf

Eine gemischte Staffel besteht aus zwei Frauen und zwei Männern. Für den gemischten Staffelwettkampf werden die Startnummern auf der Grundlage der Summe des aktuellen Standes in der Nationencupwertung (Männer und Frauen addiert) zugewiesen. Dabei erhält die Mannschaft des führenden Nationalen Verbandes die Startnummer 1, der zweite die Startnummer 2, usw. Ansonsten gelten die gleichen Regeln wie für den Staffelwettkampf.

 

  • Frauen: jeweils 6 km mit zwei Schießanlagen bei km 2 und 4 (liegend/stehend)
  • Männer: jeweils 7,5 km mit zwei Schießanlagen bei km 2,5 und 5 (liegend/stehend)
  • Simultaner Start von jeweils dem ersten Wettkämpfer einer Staffel
  • Nachfolgende Starts in der Staffelwechselzone
  • Ankommender Wettkämpfer muss den Abgehenden berühren
  • Startreihenfolge: Frau – Frau – Mann – Mann