Überragende Mannschaftsleistung der Franzosen – nur einer war schneller

19 Sekunden Schnellfeuereinlage war der Grundstein für Sieg von Johannes Thingnes Boe

Sonntag, Januar 14, 2018

Auch im Massenstart Rennen der Herren lief wieder alles auf einen Zweikampf zwischen Johannes Thingnes Boe und Martin Fourcade raus, den diesmal der Norweger für sich entscheiden konnte.

Waren nach den ersten beiden Schießeinlagen noch 12 Athleten ohne Fehler, erwischte es dann beim dritten Schießen den bis dato Führenden Martin Fourcade.

Gleich zwei Mal musste der Weltcup Führende  in die Strafrunde und machte damit zunächst den Weg frei für den Schnellschützen Johannes Thingnes Boe, der in 19 Sekunden alle Scheiben abräumte. Die deutschen Biathleten waren mit  Simon Schempp auf Rang 4 und auch Eric Lesser, Benedikt Doll, Arnd Peiffer und Roman Rees unter den besten 11 vertreten.

Auch das letzte Schießen konnte den späteren Sieger nicht durcheinander bringen. Trotz einer Strafrunde konnte er sich den jetzt fehlerfreien Martin Fourcade  vom Leibe halten. Der sicherte sich den 2. Platz vor dem vier Mal Null schießenden Franzosen Antonin Guigonnat und Quentin Filllon Maillet auf Rang 4.

Die deutschen Biathleten hatten ein tolles Mannschaftsergebnis mit  Simon Schempp auf Rang 6, Arnd Peiffer auf 7 und Benedikt Doll auf Rang 9. Auch Debütant Roman Rees konnte als 13. in seinem ersten Massenstartrennen voll überzeugen.

Simon Schempp zeigte sich im Ziel zufrieden: „Ich wollte heute einfach gut schießen, ich war zwar heute nicht der Schnellste am Schießstand aber ich wollte eine gute Leistung abliefern und habe mir daher Zeit gelassen. Mit einem Fehler bin ich sehr zufrieden. Die Stimmung der Zuschauer ist gigantisch und es ist immer ein Erlebnis, daheim zu laufen. Auch wenn mein Rücken noch etwas schmerzt, ist es wichtig, mich jetzt durch die nächsten Rennen zu beißen. Nach Antholz ist ja eh etwas Pause.“

Roman Rees, der heute sein erstes Massenstartrennen im Weltcup lief, überzeugte einmal mehr mit Rang 13. „Ich war zwar vor dem Rennen schon etwas nervös, stehen doch die besten Biathleten der Welt mit auf der Startliste, aber ich habe mich im Rennen gut gefühlt. Das Schießen habe ich mit nur einem Fehler im letzten Anschlag ganz gut hinbekommen und läuferisch habe ich gemerkt dass ich mit den anderen gut mithalten kann.“