Spannender Endspurt beim Damenrennen in Ruhpolding

„Macht nix Laura, de andern fuchsts a“

Sonntag, Januar 14, 2018

So feuerten die Trainer Laura Dahlmeier auf der Strecke an, leider hat es dann am Ende trotzdem nicht ganz gereicht. Gegen die laufstarke Finnin Kaisa Makarainen war am Ende kein Kraut gewachsen.

Nach dem letzten Schießen ging Rosanna Crawford mit 4 x 0 auf die letzte Runde doch Veronika Vitkova, Kaisa Makarainen und Laura Dahlmeier waren ihr dicht auf den Fersen. Bei  km 11,8 war es dann soweit, dass das Gespann Makarainen/Dahlmeier an den beiden vorbeiflog. Schnell war klar, dass der Sieg heute nur über die beiden führt.  Beide hatten ausgezeichnetes Material und so war auch einiges an taktischem Geschick auf der kurvenreichen Strecke gefragt. Beim abschließenden Zielsprint hatte dann die Finnin knapp die Nase vorne und sicherte sich den ihren ersten Saisonsieg und übernahm damit auch das gelbe Trikot für die Rennen in Antholz.

Platz 3 sicherte sich die Tschechin Veronika Vitkova vor der am Schießstand erneut fehlerfrei gebliebenen Kanadierin Rosanna Crawford. Auf Rang 5 kam Denise Herrmann, die trotz vier Strafrunden wieder ein Top Resultat erzielte.

Im Ziel zeigte sich die Siegerin überglücklich: „Ich dachte, ich verliere wieder im Zielsprint gegen Laura, wenn ich Glück habe, erwische ich die Innenkurve, das hat dann auch geklappt. Auch der Windschatten auf der letzten Brücke hat mir geholfen, mit mehr Speed in den letzten Berg zu gehen. Aber wir waren ziemlich ebenbürtig.“

Auch Denise Herrmann war sehr glücklich über ihr Top Resultat,  gab aber zu,  schon etwas müde  Beine zu haben.  „Das Publikum hier trägt dich die Anstiege hoch und trotz der Anstrengung habe ich jeden Meter auf der Strecke genossen.“

Laut Bundestrainer Gerald Hönig waren die Rennen in Ruhpolding wieder die beste Werbung, die man sich für den Biathlon Sport vorstellen kann. „Wir haben gezeigt, dass wir dabei sind und haben neben dem Podestplatz auch ein Top-Mannschaftsergebnis erzielt.“