Ist dieser Mann eigentlich noch zu schlagen?

Martin Fourcade holt sich Gold im 10 Kilometer Sprintwettkampf

Freitag, Januar 13, 2017

Am Morgen spielte er noch mit dem Töchterchen im Schnee, am Nachmittag dominiert er wieder einmal das gesamte Starterfeld. Martin Fourcade aus Frankreich scheint unbesiegbar. Alle zwanzig Schuss brachte er ins Schwarze und auch auf der Strecke machte ihm keiner etwas vor. Dabei ist es für ihn keine Selbstverständlichkeit: „Alle meinen immer, es ist so einfach für mich zu gewinnen. Aber das ist es sicher nicht!“

Trotz des vorhergesagten Sturms waren die Bedingungen für alle 107 Starter gleich. Erst zum Schluss setzte leichter Schneefall ein, was das Rennen aber nicht beeinflusste. Zur früheren Startgruppe gehörte der Österreicher Julian Eberhard, der ein hervorragendes Rennen ablieferte. Er kam 18 Sekunden hinter Martin Fourcade ins Ziel. „Es war für mich ein perfekter Wettkampf! Ich konnte nichts besser machen.“ Die bevorstehende Heim-WM des Saalfeldeners nahm er zum Anlass für ein paar Extra-Trainingseinheiten. „An Weihnachten habe ich mich intensiv vorbereitet. Im Februar möchte ich unbedingt fit sein“.

Auch „Super-Svendsen“ meldete sich am dritten Wettkampftag wieder zurück. Er kam als Dritter mit einem Rückstand von 39,7 Sekunden auf Fourcade über die Ziellinie. Dass die Strecken der Chiemgau Arena den Norwegern liegt, haben sie bereits am Mittwoch bewiesen. „Ruhpolding ist ein guter Platz für mich und viele Norweger. Die Stimmung ist gut und viele Norweger sind hier und feuern uns auf der Strecke an.“

Die deutsche Mannschaft geht nach dem Tag ohne Medaille nach Hause. Arnd Peiffer und Simon Schempp kamen mit einem Abstand von einer Sekunde als Viert- und Fünftplatzierte über die Ziellinie. Letzterer leistete sich im stehenden Anschlag einen Fehlschuss, wobei er die Aussicht auf eine Medaille vergab.

Dennoch darf die Mannschaft mit ihren Leistungen zufrieden sein. Die Ausgangsposition für die am Sonntag stattfindende Verfolgung ist gut. Alles ist noch möglich!

Die weiteren Ergebnisse:

16. Platz: Matthias Bischl – 0 Fehler
20. Platz: Benedikt Doll – 3 Fehler
27. Platz: Erik Lesser – 2 Fehler
38. Platz: Michael Willleitner – 1 Fehler