Mit „Augen zu und durch“ aufs Siegertreppchen

Deutsche Frauenstaffel unterstreicht mit einem Sieg die Komplexität ihrer Mannschaft

Donnerstag, Januar 12, 2017

In der Besetzung Vanessa Hinz, Maren Hammerschmidt, Franziska Preuss und Laura Dahlmeier gelang den deutschen Frauen ein Paukenschlag „dahoam“. Getrieben von den 12.000 Zuschauern fuhr die Staffel-Vierte Laura Dahlmeier mit einer phänomenalen Aufholjagd den Sieg nach Hause. Nachdem sie nach dem zweiten Schießen mit zehn Sekunden Rückstand auf die Führende Marte Olsbu auf die Schlussrunde ging, hatte sich die 23 jährige Partenkirchnerin einen Plan zurechtgelegt.  „Ich wollte mich langsam ransaugen, nicht überpesen und die Konkurrenz abchecken. Dieser Plan ist mir gelungen.“ Zuvor zeigten aber auch die drei ersten Staffelläuferinnen, dass mit ihnen an diesem Tag zu rechnen ist. Vor dem heimischen Publikum zu laufen, stellt sie dennoch während des Wettkampfes vor eine große Aufgabe. Vanessa Hinz zeigte am Anfang des Wettkampfes Nervenstärke am Schießstand: „Das Publikum spornt uns an, das setzt einen aber auch unter Druck“. In diesen Sekunden könnte man in Ruhpolding eine Stecknadel fallen hören. Die Nummer zwei der deutschen Staffel Maren Hammerschmidt sorgte bei einem Sturz in den letzten 2 Kilometern für einen kurzen Schreckmoment und Franziska Preuss konnte nach ihrer krankheitsbedingten Pause wieder gut in den Weltcup zurückfinden. Lediglich beim Stehendschießen benötigte die Schnellschützin zwei Nachlader.

Marte Olsbu wurde in der Schlussrunde, nicht nur von Deutschland geschluckt, auch die Franzosen reichten die norwegische Staffel auf den dritten Platz durch. Die junge Französin Celia Aymonier legte eine hervorragende letzte Runde hin und konnte trotz des heutigen Aussetzens der starken Marie Dorin Habert den zweiten Platz sichern.

Der vierte Platz ging an die Staffel aus der Ukraine vor Italien und der Tschechischen Republik.