„Es ist verrückt“

Martin Fourcade holt sich in Ruhpolding seinen zehnten Saisonsieg

Sonntag, Januar 15, 2017

Der Vorsprung im Ziel war der gleiche wie beim Start, dennoch hatte der Franzose Martin Fourcade den 12,5 Kilometer Verfolgungswettkampf zwischenzeitlich noch einmal spannend gemacht. Der sonst so verlässliche Schütze leistete sich drei Strafrunden, zeigte aber auf der Strecke wieder einmal, wer den Ton angibt. Taktieren, besonders in der Runde vor dem letzten Schießen, war auch heute wieder seine Mission. Dennoch scheint Fourcade in diesen Tagen seinen Erfolg selber kaum fassen zu können. „Als ich ein Kind war, habe ich davon geträumt, Biathlon zu machen. Heute feiere ich meinen zehnten Saisonsieg. Das ist verrückt“.  

Der Norweger Emil Hegle Svendsen feierte am letzten Ruhpoldinger Wettkampftag ein “Triple-Treppchen“ und konnte den zweiten Platz des Sprints verteidigen, was auf seine überragenden Schießleistungen zurückzuführen ist. Er brachte alle zwanzig Schuss ins Schwarze. Dennoch, war er froh, noch vor den dahinter Platzierten über die Ziellinie zu kommen. „In der letzten Runde fühlte ich mich sehr müde, die Strecke war aufgrund des starken Schneefalls sehr langsam“.

Nur eine Sekunde nach Svendsen sorgte der Tscheche Michal Krcmar für eine Überraschung und belegte den dritten Platz. Auch er leistete sich am Schießstand keinen Fehlschuss und konnte 26 Plätze gut machen. „In der letzten Runde konzentrierte ich mich eigentlich darauf Arnd von mir fernzuhalten und irgendwann hatte ich Anton vor mir“. Bereits im letzten Jahr fuhr der 25-jährige mit einem Topresultat von Ruhpolding nach Hause, 2016 belegt er beim Massenstart den fünften Platz. „Ich mag diese Strecken und auch das Wetter heute war perfekt für mich“.

Arnd Peiffer (1 Fehlschuss), der in der ersten Runde mit seinem Mannschaftskollegen Simon Schempp (2 Fehlschüsse, 7. Platz) kollidierte, verpasste mit nur wenigen Sekunden Rückstand einen Platz auf dem Treppchen.

Die weiteren Ergebnisse:

22. Platz/4 Fehlschüsse: Benedikt Doll
23. Platz/4 Fehlschüsse: Erik Lesser
42. Platz/2 Fehlschüsse: Michael Willeitner
48. Platz/5 Fehlschüsse: Matthias Bischl