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Der Damen-Sprint beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding bot am Freitag beste Werbung für den Sport. Vor 13.400 Zuschauern in der sonnigen Chiemgau Arena entwickelte sich ein hochklassiges Rennen mit starker internationaler Konkurrenz und überzeugenden Auftritten der deutschen Athletinnen.
Den Sieg sicherte sich Hanna Öberg, die mit einer fehlerfreien Leistung am Schießstand und hohem Tempo in der Loipe nicht zu schlagen war. Dahinter komplettierten Lou Jeanmonnot aus Frankreich und Lisa Vittozzi aus Italien das Podium. Das Niveau war außergewöhnlich hoch, viele Favoritinnen blieben ohne Fehler.
Aus deutscher Sicht sorgte Franziska Preuß für das beste Ergebnis. Nach zwei fehlerfreien Schießeinlagen kämpfte sie lange um die Podestplätze und belegte am Ende einen starken fünften Rang. Auch Julia Tannheimer zeigte ein solides Rennen und sammelte wichtige Punkte für die kommenden Wettbewerbe.
Besonders im Fokus stand Selina Grotian – und sie lieferte. Trotz einer Strafrunde brachte sie ein gutes Sprint-Ergebnis ins Ziel und belegte Rang 15. Damit erfüllte sie die halbe Qualifikationsnorm für die Olympischen Spiele und machte einen wichtigen Schritt in Richtung Nominierung.
Bei besten äußeren Bedingungen, viel Sonne und einer mitreißenden Stimmung entlang der Strecke erlebten die Fans in Ruhpolding einen intensiven Sprint-Nachmittag. Der Weltcup in der Chiemgau Arena wird am Samstag mit dem Sprint–Rennen der Herren fortgesetzt.

