Weltcup 2010
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Biathlon Weltcup Ruhpolding
STAFFELWETTKAMPF
Bei Staffelwettkämpfen für Männer laufen jeweils vier Staffelmitglieder
über eine Distanz von jeweils 7,5 km, bei den Frauen über eine Distanz
von jeweils 6 km mit zwei Schießeinlagen. Der Start für die ersten
Staffelmitglieder erfolgt gleichzeitig. Die Wettkämpfer laufen 2,5 km, (Frauen
2 km) kommen zum Liegendschießen, laufen wieder 2,5 km, kommen zum Stehendschießen
und laufen dann wiederum 2,5 km, wo an den Nächsten übergeben wird,
bzw. das letzte Staffelmitglied läuft ins Ziel. Sieger ist der Wettkämpfer,
der die Ziellinie als erster überquert, vorausgesetzt es gab keine Zeitstrafen
oder Gutschriften. Der Staffelwettkampf ist sehr spannend, da man immer weiß,
wer in Führung liegt. Beim Staffelwettkampf führt jeder Wettkämpfer
drei Schuss Ersatzmunition mit, die eingesetzt werden müssen, wenn die Scheiben
nicht mit den ersten fünf Schuss getroffen wurden.
Im Staffelwettkampf
versuchen die Athleten meist schnell zu schießen, um dann, wenn alle Scheiben
getroffen wurden, sofort wieder auf die Strecke gehen zu können. Werden jedoch
nicht alle Scheiben getroffen, muss die Ersatzmunition einzeln von Hand nachgeladen
werden, was bei dem enormen Zeitdruck schwierig und langwierig ist. Die Teilnahme
am Staffelwettkampf wird durch die Wettkampfregeln festgelegt und auf der Grundlage
der Staffelwertung im Weltcup bestimmt, auf unterer Ebene mittels Auslosung. Die
Startnummern bestimmen sowohl die Startspur als auch die Schießbahnnummer.
Der dabei verwendete Farbcode bedeutet:
rot - 1. Runde, grün - 2. Runde,
gelb - 3. Runde blau, - 4. Runde.
Bei den Olympischen Winterspielen. Weltmeisterschaften
und Weltcupveranstaltungen weisen die Startnummern auch auf den aktuellen Stand
in der Weltcupstaffelwertung hin.
SPRINTWETTKAMPF
Der Sprintwettkampf ist eine schnellere und kürzere Version des Einzelwettkampfes.
Hier ist die Laufgeschwindigkeit wichtiger als das Schießen, denn statt
einer Minute Strafzeit muss eine Strafrunde von 150 m Länge gelaufen werden.
Da die Streckenlänge geringer ist, gibt es für alle Klassen nur
zwei Schießeinlagen. Die Laufzeit beträgt um die 30 Minuten. Die Männer
laufen drei Schleifen von 3, 4 und 3 km mit den dazwischen liegenden Schießeinlagen,
bei den Frauen sind es drei Schleifen zu jeweils 2,5 km. Die Teilnahme am Sprint
wird durch Quoten für verschiedene Veranstaltungen bestimmt.
MASSENSTARTWETTKAMPF
Mit dem gleichzeitigen Start aller Wettkämpfer bietet der Massenstartwettkampf den Zuschauern die ultimative Spannung. Das Format des Massenstartwettkampfes ähnelt dem des Einzelwettkampfs, nur dass die Strecken kürzer sind und liegend, liegend, stehend, stehend geschossen wird.
Da für jeden Wettkämpfer aufgrund des gleichzeitigen Starts zur fast gleichen Zeit ein Ziel zur Verfügung stehen muss, ist die Zahl der Teilnehmer auf 30 begrenzt. Bei der ersten Schießeinlage schießen die Wettkämpfer auf dem Schießstand entsprechend ihrer Startnummer. Ab der zweiten Schießeinlage schießen die Wettkämpfer entsprechend der aktuellen Reihenfolge des Eintreffens am Schießstand auf den freien Schießbahnen von rechts beginnend. Die Teilnahme am Massenstart basiert auf den Topergebnissen in der Gesamtwertung des laufenden Weltcups und im Falle der Weltmeisterschaft vom Gewinn der neun Medaillen im Einzel-, Sprint- und Verfolgungswettkampf. Die nächsten 15 werden unter den Führenden des aktuellen WC-Gesamtstands ausgewählt und der Rest auf der Grundlage der bei der Weltmeisterschaft gewonnenen Weltcupwertungspunkte.
Die Medaillengewinner der Weltmeisterschaft tragen in der Regel die Startnummern 1 - 9. Wettkämpfer, die während des Wettkampfs überrundet werden, müssen sich sofort aus dem Wettkampf zurückziehen.
VERFOLGUNGSWETTKAMPF
Die Startberechtigung für den Verfolgungswettkampf sowie die Startreihenfolge
und die Abstände basieren auf einem Qualifikationswettkampf, der normalerweise
am Tag vorher stattfindet.
Als Qualifikationswettkampf können sowohl
Einzel- wie auch Sprintwettkämpfe dienen, jedoch wird es in der Regel der
Sprint sein. Bei Weltmeisterschaften und Weltcupverfolgungswettkämpfen gehen
60 Athleten an den Start. Das Grundkonzept besteht darin, dass der Sieger des
Qualifikationskampfes als erster startet und die weiteren Athleten in der Reihenfolge
und im zeitlichen Abstand ihres Ergebnisses aus dem Qualifikationswettkampf. Der
Verfolgungswettkampf ist ein sehr spannender Wettkampf, da man immer weiß,
wer in Führung liegt. Auch der psychologische Aspekt der Verfolgung spielt
eine erhebliche Rolle. Sieger ist der Wettkämpfer, der als erster die Ziellinie
überquert, vorausgesetzt, es wurden keine Zeitstrafen verhängt oder
Ausgleiche gewährt. Überrundete Wettkämpfer müssen sich sofort
aus dem Wettkampf zurückziehen.


